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    linksymbolextern online-Einreichung NEU - Leitfaden für Betreuer/innen 

    linksymbolextern online-Einreichung NEU - Leitfaden für Schüler/innen

    linksymbolextern Vorlage Projekthandbuch für die Diplomarbeit

    linksymbolextern Ausfüllhilfe für das Projekthandbuch

     


    linksymbolextern Die Handreichung zu den abschließenden Prüfungen 2016 (inkl. abschließende Arbeiten) finden Sie seitlich rechts

     

  • Information zu den abschließenden Arbeiten Open or Close

    Kurzinformation zu den abschließenden Arbeiten
    Diplomarbeit und Abschlussarbeit

    Die Themenfestlegung hat im Einvernehmen zwischen Betreuer/in und Kandidat/in zu erfolgen. Nach Möglichkeit sollen Themen für bis zu fünf Kandidat/innen einem übergeordneten komplexen Aufgabenbereich oder Projekt zuordenbar sein (§ 8 Abs. 1 PO BMHS und BA). D.h. die abschließende Arbeit wird in Teamarbeit (mind. 2, max. 5) durchgeführt, das Ergebnis ist eine in sich geschlossene Arbeit. Beim Verfassen der abschließenden Arbeit ist darauf zu achten, dass die Leistungen der einzelnen Mitglieder des Teams erkennbar sind und eindeutig zugeordnet werden können. Nur in Ausnahmefällen (beispielsweise Repetent/innen) sind auch Einzelarbeiten möglich.

    Bezüglich Themenbewilligung sieht die Prüfungsverordnung BMHS Folgendes vor: Die Themenfestlegung zwischen Betreuer/in und Kandidat/innen hat „spätestens in den ersten drei Wochen der letzten Schulstufe zu erfolgen.“ (§ 8 Abs. 1 PO BMHS und BA). „Die zuständige Schulbehörde hat bis spätestens sechs Wochen nach Beginn der letzten Schulstufe die Zustimmung zu erteilen oder unter Setzung einer Nachfrist die Vorlage eines neuen Themas zu verlangen.“ (§ 8 Abs. 2 PO BMHS und BA).

    Um unseren Schüler/innen aber auch schon ein Arbeiten in den Sommerferien zu ermöglichen, ist ein klassenweises Einreichen schon ab März der vorletzten Schulstufe möglich. Die Einreichung erfolgt über die Schule.

    Die abschließende Arbeit wird im V. Jahrgang beziehungsweise in der 3. Klasse außerhalb der Unterrichtszeit angefertigt und während des V. Jahrganges bzw. der 3. Klasse betreut. Es können auch Ergebnisse aus dem Unterricht mit einbezogen werden (§ 9 Abs. 1, 1. Satz PO BMHS und BA).

    Die Betreuung der Arbeit durch die Prüferin/den Prüfer umfasst die Bereiche Aufbau der Arbeit, Arbeitsmethodik, Selbstorganisation, Zeitplan, Struktur und Schwerpunktsetzung, organisatorische Belange sowie die Anforderungen im Hinblick auf die Präsentation und Diskussion, wobei die Selbstständigkeit der Leistungen nicht beeinträchtigt werden darf (§ 9 Abs. 1 PO BMHS und BA). Es sind die für die Dokumentation erforderlichen Aufzeichnungen zu führen (§ 9 Abs. 3 PO BMHS und BA).

    Grundlagen einer Diplomarbeit

    Ausgangspunkt der Diplomarbeit ist eine konkrete Problemstellung, deren Bearbeitung umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse auf dem Stand der Wissenschaft und der Fachdisziplin voraussetzt einen Wirtschaftsbezug hat, nicht vorhersehbare Situationen einschließen kann und kreative Lösungsansätze erfordert. Neben fachlichen Aspekten (Komplexität des Problems, Methodik der Problemlösung, Aktualität, Nutzen) hat die Aufgabenstellung auch Aspekte der Durchführung (Zeitaufwand, Projektmanagement, Dokumentation) zu berücksichtigen.


    Gemäß § 37 Abs. 3 SchUG und § 3 Abs. 1 PO BMHS und BA ist die Aufgabenstellung unter Bedachtnahme auf das Bildungsziel der jeweiligen Schulart so zu gestalten, dass umfangreiche Kenntnisse und die Beherrschung von angemessenen Methoden sowie die Selbstständigkeit bei der Aufgabenbewältigung und die Fähigkeit in der Kommunikation und Fachdiskussion im Rahmen der Präsentation und Diskussion durch den Prüfungskandidaten/die Prüfungskandidatin nachgewiesen werden können.

    Die Verfasser/innen sollen nachweisen, dass sie das Umfeld der Aufgabenstellung kennen, bekannte Lösungsansätze mit Verständnis (d.h. unter Beachtung der Möglichkeiten und Grenzen ihrer Anwendung) diskutieren und analysieren können und in der Lage sind, Lösungen durch Adaptierung bekannter Ansätze oder Entwicklung von eigenen Ansätzen zu finden (diese können je nach Aufgabenstellung theoretische, experimentelle, konstruktive, fachpraktische oder softwaretechnische Elemente beinhalten). Darüber hinaus sollen in der Argumentation und Ergebnisdarstellung die Regeln der Fachsprache und ggf. der wissenschaftlichen Kommunikation angewendet werden.

    Die Diplomarbeit soll den Schüler/innen in fächerübergreifender und praxisnaher Form Gelegenheit zur Anwendung, Vernetzung und Vertiefung der in der Ausbildungszeit erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten an Hand von Aufgabenstellungen auf gehobenem Niveau geben. Wesentliche Merkmale sind dabei selbstständiges Arbeiten und die Realisierung eigener Ideen. Je nach Aufgabenstellung ist auch die Kooperation mit einem außerschulischen Partner sinnvoll.

    Grundlagen einer Abschlussarbeit

    Die Verfasser/innen sollen bei der Bearbeitung des Themas (Erstellung der Arbeit) nachweisen, dass sie

    • die im Unterricht und / oder im Praktikum erworbenen Kenntnisse nutzen können,
    • aus dem Unterricht bekannte Lösungsansätze anwenden können,
    • Abläufe dokumentieren können,
    • in der Standardsprache Deutsch verständlich und korrekt formulieren können,
    • die Fachsprache und Zitierregeln anwenden können (es ist empfehlenswert, sich am Schulstandort für eine einheitliche Zitierweise zu entscheiden),
    • selbstständig arbeiten und eigene Ideen realisieren können.

    Es ist darauf zu achten, dass die Anforderungen der Aufgabenstellung und der Durchführung der abschließenden Arbeit ganz auf die Möglichkeiten und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler der Fachschule abgestimmt sind.

    Formale Richtlinien

    Die abschließende Arbeit wird in der Regel folgende Bereiche enthalten:

    • Deckblatt (Schule, Schulart, Fachrichtung/Ausbildungsschwerpunkt, Titel der Diplomarbeit, Verfasser/innen, Betreuer/innen, Projektpartner, Datum)
    • eidesstattliche Erklärung über die Eigenständigkeit der Arbeit
    • Inhaltsverzeichnis
    • Inhaltliche Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisch oder einer anderen besuchten Fremdsprache (jeweils 1-2 Seiten)
    • Einleitung (Zielsetzung und Aufgabenstellung, Umfeld)
    • Hauptteil
    • Zusammenfassung - Ergebnisse (wesentliche Punkte, Erkenntnisse, Ausblick)
    • Quellen- / Literaturverzeichnis (gem. Zitierregeln)
    • Anhang inkl. Prozessdokumentation (Projektstrukturen einschließlich Terminplan und Arbeitsaufteilung, Arbeitsverlauf, ggf. Kostendarstellung)

    Richtwert für den Umfang einer Diplomarbeit ca. 25 – 30 Seiten pro Kandidat/in, für eine Abschlussarbeit ca. 10 – 15 Seiten pro Kandidat/in

    Beurteilungsgrundlagen der abschließenden Arbeit sind

    • die Abfassung der Arbeit
    • die vom Projektteam laufend geführte Projektdokumentation sowie alle Zwischenberichte
    • der von den betreuenden Lehrkräften dokumentierte individuelle Leistungsanteil der Mitglieder des Teams
    • die Präsentation und Diskussion
    • an den höheren Schulen für Mode und Kunst auch der zu fertigende Prototyp. Dieser soll nach Möglichkeit aus dem fachpraktischen Bereich sein und muss im Zusammenhang mit der Diplomarbeit stehen. In Ausnahmefällen können auch andere Prototypen mit kreativem Hintergrund erstellt werden.

    Bei der Arbeitsaufteilung im Team, der Dokumentation des Arbeitsablaufes und der Abfassung der abschließenden Arbeit ist besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass die individuelle Beurteilung der Leistungen jedes einzelnen Prüfungskandidaten/jeder einzelnen Prüfungskandidatin möglich ist.

    Abgabetermin (§ 36 Abs. 4 SchUG, § 10 PO BMHS und BA) ist bis spätestens vier Wochen vor Beginn der Klausurprüfung – der spätest mögliche Zeitpunkt wird in der Regel vom BMBF bekannt gegeben (ca. Ende der ersten Aprilwoche); den genauen Zeitpunkt gibt die Schule vor. Die Abgabe erfolgt digital und in zweifach ausgedruckter Form.

    Die Präsentation und Diskussion ist öffentlich und dauert pro Prüfungskandidat/in maximal 15 Minuten (§ 9 Abs. 4 PO BMHS und BA).

    Wiederholung der abschließenden Arbeit

    Sollte die Arbeit zum gesetzlich vorgesehenen Termin nicht abgegeben werden beziehungsweise mit „Nicht genügend“ beurteilt werden, so ist innerhalb von zwei Wochen (§ 8 Abs. 3 PO BMHS und BA) ein neues Thema einzureichen. Dieses muss von der Schulbehörde 1. Instanz innerhalb einer Woche genehmigt werden.

    Quelle:

    Abschlussarbeiten an humanberuflichen Fachschulen September 2015 www.hum.at

    Kurzfassung Diplomarbeit 2015 www.hum.at

     

  • Rechtsgrundlagen für die abschließenden Arbeiten Open or Close

    Rechtsgrundlagen zu den abschließenden Arbeiten

     GRUNDLAGEN AUF BASIS DER PrüfOrd. BHS, BA

    Hier finden sich die zitierten Gesetztestexte zu folgenden Schwerpunkten:

    Themenfestlegung, Inhalt und Umfang der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 8. (1) Die Themenfestlegung hat im Einvernehmen zwischen der Betreuerin oder dem Betreuer der abschließenden Arbeit, die oder der über die erforderliche berufliche oder außerberufliche (informelle) Sach- und Fachkompetenz zu verfügen hat, und der Prüfungskandidatin oder dem Prüfungskandidaten spätestens in den ersten drei Wochen der letzten Schulstufe zu erfolgen. Nach Möglichkeit sollen Themen für bis zu fünf Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten einem übergeordneten komplexen Aufgabenbereich oder Projekt zuordenbar sein, wobei die Eigenständigkeit der Bearbeitung der einzelnen Themen dadurch nicht beeinträchtigt werden darf.

         (2) Das festgelegte Thema ist der zuständigen Schulbehörde zur Zustimmung vorzulegen. Die zuständige Schulbehörde hat bis spätestens sechs Wochen nach Beginn der letzten Schulstufe die Zustimmung zu erteilen oder unter gleichzeitiger Setzung einer Nachfrist die Vorlage eines neuen Themas zu verlangen.

         (3) Im Falle der Nichtbeurteilung oder der negativen Beurteilung des Prüfungsgebietes „Diplomarbeit“ oder des Prüfungsgebietes „Abschlussarbeit“ durch die Prüfungskommission ist innerhalb von zwei Wochen eine neue Themenstellung im Sinne des Abs. 1 festzulegen. Die zuständige Schulbehörde hat dem Thema innerhalb einer Woche zuzustimmen oder unter Setzung einer Nachfrist die Vorlage eines neuen Themas zu verlangen.

         (4) Die schriftliche Arbeit kann im Einvernehmen mit der Prüferin oder dem Prüfer auch in einer von der Prüfungskandidatin oder vom Prüfungskandidaten besuchten lebenden Fremdsprache abgefasst werden.

         (5) Im Rahmen der schriftlichen Arbeit ist ein Abstract zu erstellen, in welchem das Thema, die Fragestellung, die Problemformulierung und die wesentlichen Ergebnisse schlüssig darzulegen sind. Der Abstract ist in deutscher Sprache sowie in einer besuchten lebenden Fremdsprache abzufassen.

    Durchführung der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 9. (1) Die schriftliche Arbeit (einschließlich allfälliger praktischer und/oder grafischer Arbeiten) ist als selbstständige Arbeit außerhalb der Unterrichtszeit zu bearbeiten und anzufertigen, wobei Ergebnisse des Unterrichts mit einbezogen werden dürfen. In der letzten Schulstufe hat eine kontinuierliche Betreuung zu erfolgen, die unter Beobachtung des Arbeitsfortschrittes vorzunehmen ist. Die Betreuung umfasst die Bereiche Aufbau der Arbeit, Arbeitsmethodik, Selbstorganisation, Zeitplan, Struktur und Schwerpunktsetzung der Arbeit, organisatorische Belange sowie die Anforderungen im Hinblick auf die Präsentation und Diskussion, wobei die Selbstständigkeit der Leistungen nicht beeinträchtigt werden darf.

         (2) Die Erstellung der Arbeit ist in einem von der Prüfungskandidatin oder vom Prüfungskandidaten zu erstellenden Begleitprotokoll zu dokumentieren, welches jedenfalls den Arbeitsablauf sowie die verwendeten Hilfsmittel und Hilfestellungen anzuführen hat. Das Begleitprotokoll ist der schriftlichen Arbeit beizulegen.

         (3) Im Rahmen der Betreuung sind von der Prüferin oder vom Prüfer die für die Dokumentation der Arbeit erforderlichen Aufzeichnungen, insbesondere Vermerke über die Durchführung von Gesprächen im Zuge der Betreuung der Arbeit, zu führen. Die Aufzeichnungen sind dem Prüfungsprotokoll anzuschließen.

         (4) Die Dauer der Präsentation und der Diskussion hat höchstens 15 Minuten pro Prüfungskandidatin und Prüfungskandidat zu betragen.

    Prüfungstermine der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 10. (1) Die erstmalige Abgabe des schriftlichen Teils der abschließende Arbeit hat bis spätestens vier Wochen vor Beginn der Klausurprüfung sowohl in digitaler als auch in zweifach ausgedruckter Form (bei Einbeziehung praktischer und/oder grafischer Arbeitsformen auch unter physischer Beigabe der praktischen und/oder grafischen Arbeiten) zu erfolgen. Die Zeiträume für die Abgabe im Falle der Wiederholung der abschließenden Arbeit sind die erste Unterrichtswoche, die ersten fünf Unterrichtstage im Dezember und die letzten fünf Unterrichtstage im März.

    GRUNDLAGEN AUF BASIS DES SCHUG

    Prüfungstermine (§ 36 SchUG)

         § 36. [(1) …]

         (2) Hauptprüfungen haben stattzufinden:

    1. für die erstmalige Abgabe der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 innerhalb des 2. Semesters der letzten Schulstufe,

    1a. für die Präsentation und Diskussion der abschließenden Arbeit im Zeitraum nach erfolgter Abgabe gemäß Z 1 und dem Ende des als Haupttermin vorgesehenen Prüfungstermins,

    [2. …]

    3. im Übrigen

        a) innerhalb der ersten sieben Wochen des Schuljahres,

        b) innerhalb von sieben Wochen nach den Weihnachtsferien und

        c) innerhalb der letzten neun oder, wenn es die Terminorganisation erfordert, zehn Wochen des Unterrichtsjahres.

    […]

        (4) Die konkreten Prüfungstermine im Rahmen der Hauptprüfung sind unter Bedachtnahme auf die lehrplanmäßigen Erfordernisse wie folgt festzulegen:

    1. für die Abgabe der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 durch den zuständigen Bundesminister,

    [2. …]

    Prüfungsgebiete, Aufgabenstellungen, Prüfungsvorgang ​(§ 37 SchUG)

         § 37. (1) Der zuständige Bundesminister hat durch Verordnung nach den Aufgaben und dem Lehrplan der betreffenden Schulart (Schulform, Fachrichtung) unter Bedachtnahme auf die Gleichwertigkeit von abschließenden Prüfungen die näheren Bestimmungen über die Prüfungsgebiete, die Aufgabenstellungen und die Durchführung der Prüfungen festzulegen.

         (2) Die Aufgabenstellungen sind wie folgt zu bestimmen:

    [1. …]

    2. für die abschließende Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 durch den Prüfer im Einvernehmen mit dem Prüfungskandidaten und mit Zustimmung der zuständigen Schulbehörde,

    [3 …]

         (3) […] Die Aufgabenstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 ist darüber hinaus unter Beachtung des Bildungszieles der jeweiligen Schulart (Schulform, Fachrichtung) so zu gestalten, dass der Prüfungskandidat umfangreiche Kenntnisse und die Beherrschung von dem jeweiligen Prüfungsgebiet oder der jeweiligen Fachdisziplin angemessenen Methoden sowie seine Selbständigkeit bei der Aufgabenbewältigung und seine Fähigkeit in der Kommunikation und Fachdiskussion im Rahmen der Präsentation und Diskussion unter Beweis stellen kann.

         (4) Während der Erstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 ist der Prüfungskandidat in der letzten Schulstufe kontinuierlich vom Prüfer zu betreuen, wobei auf die Selbständigkeit der Leistungen des Prüfungskandidaten zu achten ist.

         (5) Die mündliche Prüfung sowie die Präsentation und Diskussion im Rahmen der abschließenden Arbeit sind öffentlich vor der jeweiligen Prüfungskommission abzuhalten. Dem Vorsitzenden obliegt die Leitung der Prüfung. Der Schulleiter hat einen Schriftführer mit der Anfertigung eines Prüfungsprotokolls zu betrauen.

    Beurteilung der Leistungen bei der Prüfung (§ 38 SchUG)

         § 38. [(1) …]

         (2) Die Leistungen des Prüfungskandidaten bei der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 (einschließlich der Präsentation und Diskussion) sind auf Grund eines begründeten Antrages des Prüfers der abschließenden Arbeit von der jeweiligen Prüfungskommission der Hauptprüfung (§ 35 Abs. 2 und 3) zu beurteilen (Beurteilung der abschließenden Arbeit).

         [(3) …]

    Prüfungszeugnisse (§ 39 SchUG)

         § 39. (1) […] Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist in einem Zeugnis über die abschließende Prüfung zu beurkunden.

         (2) Das Zeugnis über die abschließende Prüfung gemäß Abs. 1 letzter Satz hat insbesondere zu enthalten:

    [1. …]

    4. die Themenstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1;

    [5. …]

    Wiederholung von Teilprüfungen bzw. von Prüfungsgebieten (§ 40 SchUG)

         § 40. (1) Wurden Teilprüfungen bzw. Prüfungsgebiete wegen vorgetäuschter Leistungen nicht beurteilt oder mit „Nicht genügend“ beurteilt, so ist der Prüfungskandidat höchstens drei Mal zur Wiederholung dieser Teilprüfungen der Vorprüfung bzw. Prüfungsgebiete der Hauptprüfung zuzulassen.

         (2) Die Wiederholung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 hat nach Maßgabe näherer Festlegungen durch Verordnung mit neuer Themenstellung oder in anderer Form zu erfolgen. […]

         (3) Die Wiederholung von Teilprüfungen der Vorprüfung bzw. von Prüfungsgebieten der Hauptprüfung ist innerhalb von drei Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt des erstmaligen Antretens, nach den zu diesem Zeitpunkt geltenden Prüfungsvorschriften durchzuführen. Ab diesem Zeitpunkt ist die abschließende Prüfung nach den jeweils geltenden Prüfungsvorschriften durchzuführen, wobei erfolgreich abgelegte Prüfungen vergleichbaren Umfangs und Inhalts nicht zu wiederholen sind.

         (4) Der Schulleiter hat auf Antrag des Prüfungskandidaten diesem unter Bedachtnahme auf die gemäß § 36 Abs. 4 festgelegten Termine einen konkreten Prüfungstermin für die Wiederholung der Prüfung zuzuweisen.

    ABGELTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM PRÜFUNGSGEBIET „DIPLOMARBEIT“

    Für die kontinuierliche Betreuung der Diplomarbeit sowie die Korrektur der Einzelleistung (DA-Teil) gebührt der Lehrperson pro Kandidat/in eine Abgeltung, die wie folgt geregelt ist:

    • Für die kontinuierliche Betreuung gebührt der      Lehrperson im Verlauf der letzten Schulstufe gemäß § 63b Abs. 1 GehG eine      Abgeltung in der Höhe von 9,82 von Hundert des Referenzbetrages gemäß § 3      Abs. 4 GehG (= 105,06 % des Gehalts der Verwendungsgruppe A 2 Gehaltsstufe      8, derzeit: € 238,8 Stand: September 2015)
    • Für die Korrektur (einschließlich Präsentation      und Diskussion) gebührt der Lehrperson derzeit ein Betrag in der Höhe von      € 32,6 (Stand: September 2015, vgl. Anlage 1 Abschnitt III Z 1 des      Prüfungstaxengesetzes Schulen – Pädagogische Hochschulen, BGBl. Nr.      314/1976 idF. BGBl. I Nr. 24/2013).

    Falls die Betreuung von mehreren Lehrpersonen übernommen wird, ist eine aliquote Abgeltung vorgesehen.

    Die Anzahl der zu betreuenden Schüler/innen ist im Rahmen der teilzentralen Reifeprüfung nicht begrenzt.

    Für den Fall eines Wechsels der betreuenden Lehrerin bzw. des betreuenden Lehrers im Verlauf der letzten Schulstufe ist der für die Betreuung der Diplomarbeit vorgesehene Betrag von € 238,8 nach den zeitlichen Anteilen der beiden Lehrpersonen an der Betreuung der Arbeit aufzuteilen.

    Quelle: http://www.diplomarbeiten-bbs.at/rechtslage/abgeltungen

  • Anregungen zur Diskussion bei den abschließenden Arbeiten Open or Close

    Diskussion im Rahmen der abschließenden Arbeiten -

    Eine neue Form des Prüfens

     Rahmenbedingungen:

    Die Präsentation und Diskussion der abschließenden Arbeiten findet entweder im Rahmen der mündlichen Prüfungen statt oder auch davor zu einem extra Termin. Die Prüfungskommission setzt sich aus Vorsitzender/m, Schulleiter/in, Klassenvorstand und BetreuerIn(nen) zusammen.


    Die Präsentation ist als gemeinsame Präsentation des gesamten Teams im Stück abzuhalten. Jeder Kandidat/Jede Kandidatin muss zu Wort kommen und darf währenddessen nicht unterbrochen werden. Die Präsentationszeit pro Kandidat/in sollte dabei sieben Minuten nicht überschreiten, damit noch ausreichend Zeit für die Diskussion zur Verfügung steht. Die Gesamtzeit für Präsentation und Diskussion darf 15 Minuten nicht überschreiten.

    Mögliche Fragen, welche eine Diskussion im Rahmen der Diskussion der abschließenden Arbeit „anregen“ sollten, können von allen Mitgliedern der Kommission kommen. Diesbezüglich könnte es hilfreich sein, wenn man für die gesamte Kommission das Abstract der Arbeiten zur Verfügung stellt.

    Wichtig: Die Kandidat/innen bekommen keine vorab definierte/n Frage/n (Aufgabenstellung) – diese kommen spontan im Anschluss an die Präsentation. Es darf kein Fachwissen, welches in der Arbeit abgehandelt wurde, abgeprüft werden.

     

    Anregungen zur Diskussion (schwerpunktmäßig bei Diplomarbeiten):

    • Betreuer/in bzw. ein Kommissionsmitglied nimmt Gegenposition zu einer in der Präsentation verbalisierten Aussage des Verfassers/der Verfasserin ein (beispielsweise aufgrund widersprüchlicher Aussagen oder nicht korrekt präsentierter fachlicher Inhalte)
    • Es folgt ein inhaltlicher Diskurs, Untermauerung des eigenen (recherchierten und verfassten) Teils und Widerlegung des Behaupteten (von Betreuer/in/Kommissionsmitglied).
    • Betreuer/in bzw. Kommissionsmitglied bringt ein Statement, einen wissenschaftlichen Text oder ein Zitat (zum Thema passend) ein, wodurch das Recherchierte und Präsentierte widerlegt wird oder wodurch weiterführende
      Überlegungen ermöglicht werden.
    • Es folgt wiederum ein inhaltlicher (ev. struktureller) Diskurs: Wie könnte diese Aussage verifiziert werden bzw. welchen Einfluss hätte diese auf eine neu Sichtweise des recherchierten Themas?
    • Ergänzender, durch Betreuer/in bzw. Kommissionsmitglied formulierter fachlicher Inhalt führt zu neuen Hypothesen, die durch den Kandidaten/die Kandidatin zu überlegen sind.
    • Zu einer Behauptung (des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin - vor allem wenn nicht ausreichend begründet) auch das Gegenteil erklären lassen (z.B. "... aufgrund der Reizüberflutung bei Kleinkindern ist auf eine reduzierte Form der Raumgestaltung zu achten." Was ist das Gegenteil von Reizüberflutung und welche Folgen könnten Räume mit zu geringer Ausstattung haben?)
    • Reflektorische Sicht/Behauptung oder auch fachlich-theoretische Sicht/Behauptung des Betreuers/der Betreuerin bzw. des Kommissionsmitglieds, zu der vom Kandidaten/der Kandidatin Stellung bezogen werden muss.

     

     

    Anregungen zur Diskussion (schwerpunktmäßig bei Abschlussarbeiten):

    • Wieso haben Sie sich für dieses Thema entschieden? Welche Themen haben Sie sonst noch angedacht? Welche Überlegungen haben Sie bei Ihrer Entscheidung miteinbezogen?
    • Welcher Teil Ihrer Arbeit war für Sie besonders spannend und warum?
    • Wie haben Sie das „wissenschaftliche“ Arbeiten erlebt?
    • Welche Erkenntnisse aus Ihrer Arbeit haben Sie persönlich überrascht?
    • Wenn Sie Ihre Zusammenarbeit im Team noch einmal kritisch betrachten, welche Situation war besonders schwierig und warum? Wie haben Sie diese Situation gemeistert?

     


    Quellen:

    Herzlichen Dank für die Rückmeldungen aus dem Schulzentrum Herbststraße von Manuel Wandl, Andrea Prenner und Gabriele Sulzgruber-Schartl sowie aus Michelbeuern von Andrea Asinger und Johannes Tögelhofer.


     

 

Reumannplatz, HLW10_8