Donnerstag, 28 November 2019 06:28

Abschließende Arbeiten

Hier finden Sie Formulare als Download sowie Informationen zu den abschließenden Arbeiten.

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    Rechtsgrundlagen zu den abschließenden Arbeiten

     GRUNDLAGEN AUF BASIS DER PrüfOrd. BHS, BA

    Hier finden sich die zitierten Gesetztestexte zu folgenden Schwerpunkten:

    Themenfestlegung, Inhalt und Umfang der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 8. (1) Die Themenfestlegung hat im Einvernehmen zwischen der Betreuerin oder dem Betreuer der abschließenden Arbeit, die oder der über die erforderliche berufliche oder außerberufliche (informelle) Sach- und Fachkompetenz zu verfügen hat, und der Prüfungskandidatin oder dem Prüfungskandidaten spätestens in den ersten drei Wochen der letzten Schulstufe zu erfolgen. Nach Möglichkeit sollen Themen für bis zu fünf Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten einem übergeordneten komplexen Aufgabenbereich oder Projekt zuordenbar sein, wobei die Eigenständigkeit der Bearbeitung der einzelnen Themen dadurch nicht beeinträchtigt werden darf.

         (2) Das festgelegte Thema ist der zuständigen Schulbehörde zur Zustimmung vorzulegen. Die zuständige Schulbehörde hat bis spätestens sechs Wochen nach Beginn der letzten Schulstufe die Zustimmung zu erteilen oder unter gleichzeitiger Setzung einer Nachfrist die Vorlage eines neuen Themas zu verlangen.

         (3) Im Falle der Nichtbeurteilung oder der negativen Beurteilung des Prüfungsgebietes „Diplomarbeit“ oder des Prüfungsgebietes „Abschlussarbeit“ durch die Prüfungskommission ist innerhalb von zwei Wochen eine neue Themenstellung im Sinne des Abs. 1 festzulegen. Die zuständige Schulbehörde hat dem Thema innerhalb einer Woche zuzustimmen oder unter Setzung einer Nachfrist die Vorlage eines neuen Themas zu verlangen.

         (4) Die schriftliche Arbeit kann im Einvernehmen mit der Prüferin oder dem Prüfer auch in einer von der Prüfungskandidatin oder vom Prüfungskandidaten besuchten lebenden Fremdsprache abgefasst werden.

         (5) Im Rahmen der schriftlichen Arbeit ist ein Abstract zu erstellen, in welchem das Thema, die Fragestellung, die Problemformulierung und die wesentlichen Ergebnisse schlüssig darzulegen sind. Der Abstract ist in deutscher Sprache sowie in einer besuchten lebenden Fremdsprache abzufassen.

    Durchführung der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 9. (1) Die schriftliche Arbeit (einschließlich allfälliger praktischer und/oder grafischer Arbeiten) ist als selbstständige Arbeit außerhalb der Unterrichtszeit zu bearbeiten und anzufertigen, wobei Ergebnisse des Unterrichts mit einbezogen werden dürfen. In der letzten Schulstufe hat eine kontinuierliche Betreuung zu erfolgen, die unter Beobachtung des Arbeitsfortschrittes vorzunehmen ist. Die Betreuung umfasst die Bereiche Aufbau der Arbeit, Arbeitsmethodik, Selbstorganisation, Zeitplan, Struktur und Schwerpunktsetzung der Arbeit, organisatorische Belange sowie die Anforderungen im Hinblick auf die Präsentation und Diskussion, wobei die Selbstständigkeit der Leistungen nicht beeinträchtigt werden darf.

         (2) Die Erstellung der Arbeit ist in einem von der Prüfungskandidatin oder vom Prüfungskandidaten zu erstellenden Begleitprotokoll zu dokumentieren, welches jedenfalls den Arbeitsablauf sowie die verwendeten Hilfsmittel und Hilfestellungen anzuführen hat. Das Begleitprotokoll ist der schriftlichen Arbeit beizulegen.

         (3) Im Rahmen der Betreuung sind von der Prüferin oder vom Prüfer die für die Dokumentation der Arbeit erforderlichen Aufzeichnungen, insbesondere Vermerke über die Durchführung von Gesprächen im Zuge der Betreuung der Arbeit, zu führen. Die Aufzeichnungen sind dem Prüfungsprotokoll anzuschließen.

         (4) Die Dauer der Präsentation und der Diskussion hat höchstens 15 Minuten pro Prüfungskandidatin und Prüfungskandidat zu betragen.

    Prüfungstermine der abschließenden Arbeit (Diplomarbeit, Abschlussarbeit)

         § 10. (1) Die erstmalige Abgabe des schriftlichen Teils der abschließende Arbeit hat bis spätestens vier Wochen vor Beginn der Klausurprüfung sowohl in digitaler als auch in zweifach ausgedruckter Form (bei Einbeziehung praktischer und/oder grafischer Arbeitsformen auch unter physischer Beigabe der praktischen und/oder grafischen Arbeiten) zu erfolgen. Die Zeiträume für die Abgabe im Falle der Wiederholung der abschließenden Arbeit sind die erste Unterrichtswoche, die ersten fünf Unterrichtstage im Dezember und die letzten fünf Unterrichtstage im März.

    GRUNDLAGEN AUF BASIS DES SCHUG

    Prüfungstermine (§ 36 SchUG)

         § 36. [(1) …]

         (2) Hauptprüfungen haben stattzufinden:

    1. für die erstmalige Abgabe der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 innerhalb des 2. Semesters der letzten Schulstufe,

    1a. für die Präsentation und Diskussion der abschließenden Arbeit im Zeitraum nach erfolgter Abgabe gemäß Z 1 und dem Ende des als Haupttermin vorgesehenen Prüfungstermins,

    [2. …]

    3. im Übrigen

        a) innerhalb der ersten sieben Wochen des Schuljahres,

        b) innerhalb von sieben Wochen nach den Weihnachtsferien und

        c) innerhalb der letzten neun oder, wenn es die Terminorganisation erfordert, zehn Wochen des Unterrichtsjahres.

    […]

        (4) Die konkreten Prüfungstermine im Rahmen der Hauptprüfung sind unter Bedachtnahme auf die lehrplanmäßigen Erfordernisse wie folgt festzulegen:

    1. für die Abgabe der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 durch den zuständigen Bundesminister,

    [2. …]

    Prüfungsgebiete, Aufgabenstellungen, Prüfungsvorgang ​(§ 37 SchUG)

         § 37. (1) Der zuständige Bundesminister hat durch Verordnung nach den Aufgaben und dem Lehrplan der betreffenden Schulart (Schulform, Fachrichtung) unter Bedachtnahme auf die Gleichwertigkeit von abschließenden Prüfungen die näheren Bestimmungen über die Prüfungsgebiete, die Aufgabenstellungen und die Durchführung der Prüfungen festzulegen.

         (2) Die Aufgabenstellungen sind wie folgt zu bestimmen:

    [1. …]

    2. für die abschließende Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 durch den Prüfer im Einvernehmen mit dem Prüfungskandidaten und mit Zustimmung der zuständigen Schulbehörde,

    [3 …]

         (3) […] Die Aufgabenstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 ist darüber hinaus unter Beachtung des Bildungszieles der jeweiligen Schulart (Schulform, Fachrichtung) so zu gestalten, dass der Prüfungskandidat umfangreiche Kenntnisse und die Beherrschung von dem jeweiligen Prüfungsgebiet oder der jeweiligen Fachdisziplin angemessenen Methoden sowie seine Selbständigkeit bei der Aufgabenbewältigung und seine Fähigkeit in der Kommunikation und Fachdiskussion im Rahmen der Präsentation und Diskussion unter Beweis stellen kann.

         (4) Während der Erstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 ist der Prüfungskandidat in der letzten Schulstufe kontinuierlich vom Prüfer zu betreuen, wobei auf die Selbständigkeit der Leistungen des Prüfungskandidaten zu achten ist.

         (5) Die mündliche Prüfung sowie die Präsentation und Diskussion im Rahmen der abschließenden Arbeit sind öffentlich vor der jeweiligen Prüfungskommission abzuhalten. Dem Vorsitzenden obliegt die Leitung der Prüfung. Der Schulleiter hat einen Schriftführer mit der Anfertigung eines Prüfungsprotokolls zu betrauen.

    Beurteilung der Leistungen bei der Prüfung (§ 38 SchUG)

         § 38. [(1) …]

         (2) Die Leistungen des Prüfungskandidaten bei der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 (einschließlich der Präsentation und Diskussion) sind auf Grund eines begründeten Antrages des Prüfers der abschließenden Arbeit von der jeweiligen Prüfungskommission der Hauptprüfung (§ 35 Abs. 2 und 3) zu beurteilen (Beurteilung der abschließenden Arbeit).

         [(3) …]

    Prüfungszeugnisse (§ 39 SchUG)

         § 39. (1) […] Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist in einem Zeugnis über die abschließende Prüfung zu beurkunden.

         (2) Das Zeugnis über die abschließende Prüfung gemäß Abs. 1 letzter Satz hat insbesondere zu enthalten:

    [1. …]

    4. die Themenstellung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1;

    [5. …]

    Wiederholung von Teilprüfungen bzw. von Prüfungsgebieten (§ 40 SchUG)

         § 40. (1) Wurden Teilprüfungen bzw. Prüfungsgebiete wegen vorgetäuschter Leistungen nicht beurteilt oder mit „Nicht genügend“ beurteilt, so ist der Prüfungskandidat höchstens drei Mal zur Wiederholung dieser Teilprüfungen der Vorprüfung bzw. Prüfungsgebiete der Hauptprüfung zuzulassen.

         (2) Die Wiederholung der abschließenden Arbeit gemäß § 34 Abs. 3 Z 1 hat nach Maßgabe näherer Festlegungen durch Verordnung mit neuer Themenstellung oder in anderer Form zu erfolgen. […]

         (3) Die Wiederholung von Teilprüfungen der Vorprüfung bzw. von Prüfungsgebieten der Hauptprüfung ist innerhalb von drei Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt des erstmaligen Antretens, nach den zu diesem Zeitpunkt geltenden Prüfungsvorschriften durchzuführen. Ab diesem Zeitpunkt ist die abschließende Prüfung nach den jeweils geltenden Prüfungsvorschriften durchzuführen, wobei erfolgreich abgelegte Prüfungen vergleichbaren Umfangs und Inhalts nicht zu wiederholen sind.

         (4) Der Schulleiter hat auf Antrag des Prüfungskandidaten diesem unter Bedachtnahme auf die gemäß § 36 Abs. 4 festgelegten Termine einen konkreten Prüfungstermin für die Wiederholung der Prüfung zuzuweisen.

    ABGELTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM PRÜFUNGSGEBIET „DIPLOMARBEIT“

    Für die kontinuierliche Betreuung der Diplomarbeit sowie die Korrektur der Einzelleistung (DA-Teil) gebührt der Lehrperson pro Kandidat/in eine Abgeltung, die wie folgt geregelt ist:

    • Für die kontinuierliche Betreuung gebührt der      Lehrperson im Verlauf der letzten Schulstufe gemäß § 63b Abs. 1 GehG eine      Abgeltung in der Höhe von 9,82 von Hundert des Referenzbetrages gemäß § 3      Abs. 4 GehG (= 105,06 % des Gehalts der Verwendungsgruppe A 2 Gehaltsstufe      8, derzeit: € 238,8 Stand: September 2015)
    • Für die Korrektur (einschließlich Präsentation      und Diskussion) gebührt der Lehrperson derzeit ein Betrag in der Höhe von      € 32,6 (Stand: September 2015, vgl. Anlage 1 Abschnitt III Z 1 des      Prüfungstaxengesetzes Schulen – Pädagogische Hochschulen, BGBl. Nr.      314/1976 idF. BGBl. I Nr. 24/2013).

    Falls die Betreuung von mehreren Lehrpersonen übernommen wird, ist eine aliquote Abgeltung vorgesehen.

    Die Anzahl der zu betreuenden Schüler/innen ist im Rahmen der teilzentralen Reifeprüfung nicht begrenzt.

    Für den Fall eines Wechsels der betreuenden Lehrerin bzw. des betreuenden Lehrers im Verlauf der letzten Schulstufe ist der für die Betreuung der Diplomarbeit vorgesehene Betrag von € 238,8 nach den zeitlichen Anteilen der beiden Lehrpersonen an der Betreuung der Arbeit aufzuteilen.

    Quelle: http://www.diplomarbeiten-bbs.at/rechtslage/abgeltungen

  • Anregungen zur Diskussion bei den abschließenden Arbeiten Open or Close

    Diskussion im Rahmen der abschließenden Arbeiten -

    Eine neue Form des Prüfens

     Rahmenbedingungen:

    Die Präsentation und Diskussion der abschließenden Arbeiten findet entweder im Rahmen der mündlichen Prüfungen statt oder auch davor zu einem extra Termin. Die Prüfungskommission setzt sich aus Vorsitzender/m, Schulleiter/in, Klassenvorstand und BetreuerIn(nen) zusammen.


    Die Präsentation ist als gemeinsame Präsentation des gesamten Teams im Stück abzuhalten. Jeder Kandidat/Jede Kandidatin muss zu Wort kommen und darf währenddessen nicht unterbrochen werden. Die Präsentationszeit pro Kandidat/in sollte dabei sieben Minuten nicht überschreiten, damit noch ausreichend Zeit für die Diskussion zur Verfügung steht. Die Gesamtzeit für Präsentation und Diskussion darf 15 Minuten nicht überschreiten.

    Mögliche Fragen, welche eine Diskussion im Rahmen der Diskussion der abschließenden Arbeit „anregen“ sollten, können von allen Mitgliedern der Kommission kommen. Diesbezüglich könnte es hilfreich sein, wenn man für die gesamte Kommission das Abstract der Arbeiten zur Verfügung stellt.

    Wichtig: Die Kandidat/innen bekommen keine vorab definierte/n Frage/n (Aufgabenstellung) – diese kommen spontan im Anschluss an die Präsentation. Es darf kein Fachwissen, welches in der Arbeit abgehandelt wurde, abgeprüft werden.

     

    Anregungen zur Diskussion (schwerpunktmäßig bei Diplomarbeiten):

    • Betreuer/in bzw. ein Kommissionsmitglied nimmt Gegenposition zu einer in der Präsentation verbalisierten Aussage des Verfassers/der Verfasserin ein (beispielsweise aufgrund widersprüchlicher Aussagen oder nicht korrekt präsentierter fachlicher Inhalte)
    • Es folgt ein inhaltlicher Diskurs, Untermauerung des eigenen (recherchierten und verfassten) Teils und Widerlegung des Behaupteten (von Betreuer/in/Kommissionsmitglied).
    • Betreuer/in bzw. Kommissionsmitglied bringt ein Statement, einen wissenschaftlichen Text oder ein Zitat (zum Thema passend) ein, wodurch das Recherchierte und Präsentierte widerlegt wird oder wodurch weiterführende
      Überlegungen ermöglicht werden.
    • Es folgt wiederum ein inhaltlicher (ev. struktureller) Diskurs: Wie könnte diese Aussage verifiziert werden bzw. welchen Einfluss hätte diese auf eine neu Sichtweise des recherchierten Themas?
    • Ergänzender, durch Betreuer/in bzw. Kommissionsmitglied formulierter fachlicher Inhalt führt zu neuen Hypothesen, die durch den Kandidaten/die Kandidatin zu überlegen sind.
    • Zu einer Behauptung (des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin - vor allem wenn nicht ausreichend begründet) auch das Gegenteil erklären lassen (z.B. "... aufgrund der Reizüberflutung bei Kleinkindern ist auf eine reduzierte Form der Raumgestaltung zu achten." Was ist das Gegenteil von Reizüberflutung und welche Folgen könnten Räume mit zu geringer Ausstattung haben?)
    • Reflektorische Sicht/Behauptung oder auch fachlich-theoretische Sicht/Behauptung des Betreuers/der Betreuerin bzw. des Kommissionsmitglieds, zu der vom Kandidaten/der Kandidatin Stellung bezogen werden muss.

     

     

    Anregungen zur Diskussion (schwerpunktmäßig bei Abschlussarbeiten):

    • Wieso haben Sie sich für dieses Thema entschieden? Welche Themen haben Sie sonst noch angedacht? Welche Überlegungen haben Sie bei Ihrer Entscheidung miteinbezogen?
    • Welcher Teil Ihrer Arbeit war für Sie besonders spannend und warum?
    • Wie haben Sie das „wissenschaftliche“ Arbeiten erlebt?
    • Welche Erkenntnisse aus Ihrer Arbeit haben Sie persönlich überrascht?
    • Wenn Sie Ihre Zusammenarbeit im Team noch einmal kritisch betrachten, welche Situation war besonders schwierig und warum? Wie haben Sie diese Situation gemeistert?

     


    Quellen:

    Herzlichen Dank für die Rückmeldungen aus dem Schulzentrum Herbststraße von Manuel Wandl, Andrea Prenner und Gabriele Sulzgruber-Schartl sowie aus Michelbeuern von Andrea Asinger und Johannes Tögelhofer.